„Euro Hawk“: Der Skandal zur Drohne

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Thomas de Maizère hat ein Problem. Oder anders ausgedrückt eine ziemlich große Drohne, die aber nicht fliegen darf oder kann. Sie nennt sich „Euro Hawk“.
Die berechtigte Frage, die sich die Republik stellt, lautet: Wie konnte es soweit kommen?
Dabei scheint der Minister eine sehr unglückliche Rolle gespielt zu haben, von kaum etwas, was diesbezüglich in seinem Hause vorging, will er etwas gewusst haben. Wenn es nach seiner Aussage geht. Aber stimmt das? Hat er keine Gerüchte vernommen und haben ihn seine Beamten wirklich nichts gesagt? Wenn ja, ist er beschädigt, denn ein Minister, der von Problemen bei einem Projekt dieser Größenordnung nichts mitkriegt, ist ein schlechter Minister. Doch falls er etwas wusste, so wäre es schlimmer, er wäre direkt verantwortlich für die in den Sand gesetzten Millionen.
Eine Zwickmühle also für Thomas de Maizère.
Inwiefern er Konsequenzen ziehen muss, hängt immens davon ab, ob seine Glaubwürdigkeit durch weitere Enthüllungen ruiniert wird.
Hat er dreist gelogen, ist er nicht mehr zu halten. Ein Untersuchungsausschuss muss das nun zeigen.

Autor: Henri Koblischke

Hi, ich bin Henri und schon seit langem politikinteressiert. Da mir auch Schreiben Spaß macht, habe ich den Blog www.politicsgermany.com aufgebaut. Hier kommentiere ich mit anderen Interessierten die aktuellen Ereignisse in Deutschland, Europa und der Welt. Neben meiner Web- und IT-Affinität bin ich auch ganz analog als Geocacher unterwegs ;)

3 Kommentare

  1. Der Schaden mit ca. 600 Mio. € für dieses „Meisterstück“ ist bei Weitem schon schlimm genug. Widerlegt ist aber auch der Glaube, dass Planung und Strategie hinter Entwicklungen der Bundewehr (und so manch anderer Ministerien) stecken könnten. Dass es tatsächlich Menschen mit Verstand und abgeschlossenen Studium gibt, die ein unbemanntes Fluggerät im europäischen Luftraum starten wollen und nicht einmal die Minimalanforderungen wie Kollisionsschutz in einer solchen Konstruktion erfasst haben, schlägt dem Fass allerdings den Boden aus. Wahrscheinlich ist der ein oder andere Hersteller von Modellflugzeugen bei seinen Genehmigungsverfahren von Behörden mit härteren Anforderungen belegt worden als es die Bundeswehr je für möglich hält. Aber wer will auch zuviel erwarten. Wer für den praktischen Einsatz der Truppe eine automatische Waffe beschafft, die bei Dauerfeuer heiß läuft, sich verzieht und ungenau wird, plant den ernsthaften Einsatz ganz offensichtlich nicht ein. Wie immer hat dieser Vollflopp einige Beamte über die Jahre gut genährt. Ein sicheres Indiz ist, dass sich keiner zu heftig zu Wort gemeldet hat. Persönliche Konsequenzen aus diesem kostenintensiven Blödsinn muß ja auch keiner befürchten. Erst recht nicht der Minister, der sein Haus im Griff hat. Das hatte ja auch der Vorgänger schon behauptet und eine maßgeschneiderte Bundeswehrreform hinterlassen, die unmittelbar nach seinem Abschied in der Abfalltonne gelandet ist.

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