31. Dezember 2014
von bgb
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Absteiger des Jahres 2014

Was wäre ein Jahresrückblick ohne die guten alten Absteiger? Absolut gar nichts, also heißt es auch dieses Jahr wieder: and the biggest loser is…

Beginnen wir mit dem allseits beliebten Automobilclub, der ADAC ist heutzutage omnipräsent. Viele Deutsche haben sich bisher stolz Mitglied dieses Vereins genannt. Gut, also stolz ist vermutlich am Ende dieses Jahres keiner mehr auf diesen Haufen von gelben „Engeln“. Das kommt davon, wenn man die Wahl zum „Auto des Jahres“ zum x-ten Mal fälscht. Davon kann Peter Meyer sicher das ein oder andere Liedchen singen. Dieser Herr war Präsident des ADAC bis er auf die grandiose Idee gekommen ist, mit den Rettungshubschraubern private Reisen zu unternehmen. Wie wahrscheinlich ist es denn auch, dass im Falle eines Notfalls ausgerechnet der Heli angefordert wird, in dem der wehrte Herr Meyer einen Familienausflug unternimmt? So ist er letzten Endes zurückgetreten und sein Nachfolger hat nun die so dankbare Aufgabe, das Image des Automobilclubs aufzupolieren. Viel Erfolg an dieser Stelle.

Sebastian Edathy. Sagt Ihnen dieser Name noch etwas? Wenn nicht, das war der Typ, der sich kinderpornografisches Material besorgt und seinen Job als Bundestagsabgeordneter verloren hat und nun vor Gericht steht. Die Karriere hat sich in Schall und Rauch aufgelöst und, wenn es blöd läuft, verbringt er seine Zukunft hinter Gittern. Und weil der Sebastian nicht allein leiden will, mutiert er im Moment zum Kameradenschwein. Von wegen „sozial“. Jetzt beschuldigt er auch noch Parteigenossen, die angeblich schon im Voraus von dieser Affäre gewusst hätten. Das ist mal ein astreiner Skandal. Einer geht unter und reißt weitere mit sich. Nicht zuletzt wegen der Edathy-Affäre ist die SPD hier vertreten. Sie bleibt kleben in den Tiefen der 25-Prozent-Umfragen, ihr inhaltliches Pulver beinahe verschlossen und Juniorpartner der Linken in Thüringen.

2014, das Jahr der WM in Brasilien. Deutschland wird Weltmeister. Moment, die Nationalmannschaft gehört doch eigentlich viel mehr zu den Aufsteigern des Jahres, oder? Das stimmt, doch widmen wir uns heute nicht dem deutschen Team sondern der FIFA. Der wird nämlich, was eine Überraschung, Korruption vorgeworfen. Die Vergabe der Weltmeisterschaften nach Quatar und Russland sollen doch tatsächlich nicht mit rechten Dingen zugegangen sein. Und was macht man als Präsident einer Vereinigung, die offensichtlich, man verzeihe die grobe Wortwahl, „verkackt“ hat? Zurücktreten, genau. Ein Joseph Blatter tritt jedoch nicht einfach so zurück. Im Gegenteil, der „junge“ Herr will sich doch glatt wieder wählen lassen. Gewagt. Wir können uns immerhin freuen, Weltmeister zu sein!

Ach ja, ist es nicht schön zu wissen, dass, egal in welcher Situation auch immer, die Nationen zusammenhalten. Das nennt sich internationale Stabilität und wir alle profitieren davon. Nur mal angenommen, sie wäre gegeben. Im Moment sieht es da weniger gut aus. Der Konflikt in der Ostukraine, Putin, oder der IS haben die Stabilität der internationalen Länder nicht gerade gefördert. Mehr denn je ist die Bedrohung durch Terroristen oder machtbesessene Präsidenten größer gewesen. Handelnde Länder sind kaum noch zu sehen, jeder spricht über die aktuellen Probleme, aber keiner nimmt sich ihrer an. 2014 war nicht das erfolgreichste Jahr, da ist noch deutlich Luft nach oben und dann sehen wir die internationale Stabilität vielleicht schon 2015 bei den klaren Aufsteigern.

Wie bei den Aufsteigern des Jahres gibt es auch einen Mann, der den Titel des Absteigers des Jahres verteidigt. Dieser Mann versprach viel bei seinem Amtsantritt, erreichte aber nur wenig. Wer hätte es gedacht, es handelt sich um den amerikanische Präsidenten Barack Obama. So verlor er die Mehrheit im Kongress und ist nun als lame duck gebrandmarkt. Bewegen kann er kaum etwas. So erschüttern immense Unruhen das gesamte Land, ausgehend aus Ferguson. Nun zeigt sich wie groß der Politiker Obama wirklich ist, taktisches Geschick ist gefragt.

31. Dezember 2014
von bgb
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Aufsteiger des Jahres 2014

Ein weiteres ereignisreiches Jahr geht zu Ende, ein Jahr voller Höhen und Tiefen. Es wird also wieder Zeit für einen etwas alternativen Jahresrückblick. Lasset uns also nun die Aufsteiger des Jahres 2014 krönen!

Beginnen wir mit dem Präsidenten der europäischen Kommission. Jean-Claude Juncker. Dieser sympathische Herr bekleidet das höchste EU-Amt, er hat also alles erreicht, was zu erreichen war. Umso größer wird sein Erfolg noch, wenn man bedenkt, dass er 2013 doch hochkant aus dem luxemburgischen Parlament geflogen ist. Stolze 18 Jahre war Juncker Premierminister, im ganzen Land beliebt, besaß eine einzigartige Autorität. In Luxemburg quasi eine männliche Form von unserer wehrten Bundeskanzlerin. Doch dann kommt tatsächlich ans Licht, dass der so saubere Jean-Claude doch Dreck am Stecken hat. Dabei ging es um unaufgeklärte Bombenanschläge in der 1980ern und den luxemburgischen Geheimdienst SREL. Juncker war in diese Affäre verwickelt und verkündete seinen Rücktritt. Trotzdem kämpfte er sich zurück auf die politische Bühne und zeigte es nochmals allen. Eine astreine Rückkehr. Zumal er sich dabei gegen den Willen der Briten durchsetzte und auch Merkel kaum eine Wahl ließ als ihn zu unterstützen.

Das Dauerthema in den Medien, der edle Ritter auf dem Bären, ist leider auch in diesem Jahr wieder dabei. Zwar nicht als ultimativer Aufsteiger, aber dafür als Titelverteidiger. Und dies tat er erfolgreich. Kein anderer Konkurrent hat sich 2014 wieder mal so selbst inszeniert, wie der Staatschef Wodkalandes. Die Annexion der Krim, vereinzelte Einmärsche in die Ostukraine, das eiskalte Ignorieren sämtlicher Sanktionen. Der Mann weiß wie man in der Öffentlichkeit präsent bleibt. Und auch noch gewinnt. Der Mann — seine Freunde nennen ihn Putin — diktiert der Welt die Tagesordnung.

Der kleine Bernd träumte einmal davon, eines Tages in der ganzen Welt bekannt zu sein. Beinahe hätte er das auch geschafft, aber dann gründete er die AfD und es reichte nur für den nationalen Bekanntheitsgrad. Dennoch muss man sagen, dass die Alternative für Deutschland die Aufsteigerpartei des Jahres 2014 ist. Sie etabliert sich in den Landtagen. Das ist weitaus mehr als die FDP in diesem Jahr erreicht hat, was allerdings auch nicht sonderlich schwer, war. Mit ihrem eurokritischen und populistischen Kurs macht sich Bernd Lucke überall beliebt. Also jetzt nicht bei der breiten Masse, sondern eher bei den Zeitgenossen, die sich dem rechten Horizont zugeneigt haben. Die Entwicklung dieser jungen Partei bleibt auf jeden Fall spannend und wird auch sicher 2015 weiter in aller Munde sein, ob als Visionäre oder Rechte ist ungewiss. Fakt ist, man kann sich auf ein ereignisreiches, unterhaltsames nächstes Jahr mit der AfD und dem lieben Bernd freuen.

Leider Gottes ist der IS in diesem Jahr zu einer internationalen Bedrohung aufgestiegen, der die gesamte Welt in Atem hält. Eine kleine Gruppe niederster, fanatischer Terroristen ziehen mordend durch Syrien und sind dabei, ihren eigenen Gottesstaat zu errichten. Zivilisten werden verschleppt und ermordet, Kinder rekrutiert, Reporter auf barbarische Weise hingerichtet. Kurdische Kämpfer nahe der türkischen Grenze konnten bereits mit Luftunterstützung seitens der Amerikaner den Vormarsch des IS stoppen, doch die Gefechte dauern weiter an. Der IS ist die neue Terrormiliz nach Al Qaida und Co. Hoffen wir mal, dass ihm das gleiche geschieht und er im nächsten Jahr zu den größten Absteigern gehört.

Selbstverständlich gab es noch einige mehr, die diesen Jahr erfolgreich waren, doch diese genannten haben die Welt im Jahr 2014 am meisten berührt oder auch geschockt. Hoffen wir nun alle auf ein weiteres unterhaltsames Jahr 2015 mit noch mehr Aufsteigern.