Absteiger des Jahres 2014

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Was wäre ein Jahresrückblick ohne die guten alten Absteiger? Absolut gar nichts, also heißt es auch dieses Jahr wieder: and the biggest loser is…

Beginnen wir mit dem allseits beliebten Automobilclub, der ADAC ist heutzutage omnipräsent. Viele Deutsche haben sich bisher stolz Mitglied dieses Vereins genannt. Gut, also stolz ist vermutlich am Ende dieses Jahres keiner mehr auf diesen Haufen von gelben „Engeln“. Das kommt davon, wenn man die Wahl zum „Auto des Jahres“ zum x-ten Mal fälscht. Davon kann Peter Meyer sicher das ein oder andere Liedchen singen. Dieser Herr war Präsident des ADAC bis er auf die grandiose Idee gekommen ist, mit den Rettungshubschraubern private Reisen zu unternehmen. Wie wahrscheinlich ist es denn auch, dass im Falle eines Notfalls ausgerechnet der Heli angefordert wird, in dem der wehrte Herr Meyer einen Familienausflug unternimmt? So ist er letzten Endes zurückgetreten und sein Nachfolger hat nun die so dankbare Aufgabe, das Image des Automobilclubs aufzupolieren. Viel Erfolg an dieser Stelle.

Sebastian Edathy. Sagt Ihnen dieser Name noch etwas? Wenn nicht, das war der Typ, der sich kinderpornografisches Material besorgt und seinen Job als Bundestagsabgeordneter verloren hat und nun vor Gericht steht. Die Karriere hat sich in Schall und Rauch aufgelöst und, wenn es blöd läuft, verbringt er seine Zukunft hinter Gittern. Und weil der Sebastian nicht allein leiden will, mutiert er im Moment zum Kameradenschwein. Von wegen „sozial“. Jetzt beschuldigt er auch noch Parteigenossen, die angeblich schon im Voraus von dieser Affäre gewusst hätten. Das ist mal ein astreiner Skandal. Einer geht unter und reißt weitere mit sich. Nicht zuletzt wegen der Edathy-Affäre ist die SPD hier vertreten. Sie bleibt kleben in den Tiefen der 25-Prozent-Umfragen, ihr inhaltliches Pulver beinahe verschlossen und Juniorpartner der Linken in Thüringen.

2014, das Jahr der WM in Brasilien. Deutschland wird Weltmeister. Moment, die Nationalmannschaft gehört doch eigentlich viel mehr zu den Aufsteigern des Jahres, oder? Das stimmt, doch widmen wir uns heute nicht dem deutschen Team sondern der FIFA. Der wird nämlich, was eine Überraschung, Korruption vorgeworfen. Die Vergabe der Weltmeisterschaften nach Quatar und Russland sollen doch tatsächlich nicht mit rechten Dingen zugegangen sein. Und was macht man als Präsident einer Vereinigung, die offensichtlich, man verzeihe die grobe Wortwahl, „verkackt“ hat? Zurücktreten, genau. Ein Joseph Blatter tritt jedoch nicht einfach so zurück. Im Gegenteil, der „junge“ Herr will sich doch glatt wieder wählen lassen. Gewagt. Wir können uns immerhin freuen, Weltmeister zu sein!

Ach ja, ist es nicht schön zu wissen, dass, egal in welcher Situation auch immer, die Nationen zusammenhalten. Das nennt sich internationale Stabilität und wir alle profitieren davon. Nur mal angenommen, sie wäre gegeben. Im Moment sieht es da weniger gut aus. Der Konflikt in der Ostukraine, Putin, oder der IS haben die Stabilität der internationalen Länder nicht gerade gefördert. Mehr denn je ist die Bedrohung durch Terroristen oder machtbesessene Präsidenten größer gewesen. Handelnde Länder sind kaum noch zu sehen, jeder spricht über die aktuellen Probleme, aber keiner nimmt sich ihrer an. 2014 war nicht das erfolgreichste Jahr, da ist noch deutlich Luft nach oben und dann sehen wir die internationale Stabilität vielleicht schon 2015 bei den klaren Aufsteigern.

Wie bei den Aufsteigern des Jahres gibt es auch einen Mann, der den Titel des Absteigers des Jahres verteidigt. Dieser Mann versprach viel bei seinem Amtsantritt, erreichte aber nur wenig. Wer hätte es gedacht, es handelt sich um den amerikanische Präsidenten Barack Obama. So verlor er die Mehrheit im Kongress und ist nun als lame duck gebrandmarkt. Bewegen kann er kaum etwas. So erschüttern immense Unruhen das gesamte Land, ausgehend aus Ferguson. Nun zeigt sich wie groß der Politiker Obama wirklich ist, taktisches Geschick ist gefragt.

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